Einleitung: Grenzenlose Autonomie
Wer früher verreisen wollte, ging ins Reisebüro. Wer einkaufen wollte, ging auf den Marktplatz. Und wer mit dem Zug fahren wollte, der sprach noch mit Personal am Bahnschalter. Diese Welt hat sich rasant gewandelt. Die "Online Navigation" beschränkt sich heute nicht mehr nur auf das Bedienen eines simplen Navigationsgeräts im Auto, sie umfasst die generelle Kompetenz, sich im scheinbar endlosen Labyrinth des Internets zielgerichtet zurechtzufinden.
Während Schalter, physische Fahrpläne und städtische Beratungsstellen aus Kostengründen der Rationalisierung zum Opfer fallen, wird dem Endverbraucher zugemutet, seine Dienste selbsttätig online zu beziehen. Für digital abgehängte Senioren bedeutet das unweigerlich eine erhebliche Einbuße von Mobilität und persönlicher Flexibilität. Oftmals stehen sie am Automaten ohne passendes Kleingeld oder zahlen massive Aufpreise für den Ticketkauf "beim Fahrer", wenn keine App vorhanden ist.
Orientierung im physischen Raum
Tools wie Google Maps, Apple Karten oder die Auskunfts-Apps der regionalen Verkehrsverbünde sind ein immenser Gewinn für die autarke Mobilität von Menschen. Das sofortige Einsehen von Busverspätungen verhindert langes Warten in der kalten Jahreszeit an unüberdachten Haltestellen.
Das Smartphone teilt Senioren punktgenau mit, an welchem Bahnsteig der nächste Anschluss wartet, und navigiert sie sicher, wie ein virtueller Begleiter an der Hand, durch fremde Städte. Der Erwerb dieser Fähigkeiten zur "digitalen Navigation" ist nicht weniger wichtig, als einst den Umgang mit dem klassischen Stadtplan gelernt zu haben. Nur, dass dieser neue Plan auf Staus reagiert und einem den Weg sogar vorliest.
Transaktionen im Netz: Einkaufen und Bezahlen
Die Navigation im Netz betrifft aber auch das Durchführen sicherer Transaktionen. Wie bestellt man gefahrlos ein benötigtes Ersatzteil im Online-Shop, wenn der lokale Fachhändler längst geschlossen hat?
Fake Shops erkennen
Zu wissen, wo man auf das "Impressum" klickt und wie man Kundenbewertungen prüft, entscheidet oftmals darüber, ob eingekaufte Ware jemals ankommt. Bei Unsicherheit hilft der offizielle Fake-Shop-Finder der Verbraucherzentrale.
Sicheres Online Banking
Moderne 2-Faktor-Authentifizierung (Zusammenspiel von SMS und Passwort) macht Online-Banking deutlich sicherer, um Bankgeschäfte vom Sofa aus zu erledigen.
Vor allem in ländlichen Regionen, wo die nächste Bankfiliale oder das nächste große Kaufhaus mitunter Kilometer entfernt sind, hilft das Internet, weiterhin eigenständig zu wirtschaften und zu konsumieren.
Suchmaschinen richtig füttern
Ein essenzieller Bestandteil der Online Navigation ist zudem die Fähigkeit, echte Informationen von werblichen Anzeigen oder "Fake News" zu unterscheiden. Suchmaschinen wie Google bieten Antworten auf nahezu alle Fragen, doch das korrekte Interpretieren der Suchergebnisse will gelernt sein. Ein souveräner Nutzer navigiert direkt an den Anzeigen vorbei und bewertet die Quelle eines Artikels, bevor er daraus medizinische oder politische Rückschlüsse zieht.
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